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24-Stunden-Dienst in der Jugendfeuerwehr

20. 11. 2022

 

Von Freitag zu Samstag fand der 24-Stunden-Dienst der Jugendfeuerwehren Spiegelhagen und Düpow statt. Die Mädchen und Jungen mussten verschiedene Einsätze abarbeiten. Diese wurden vorher vom Spiegelhagener Organisationsteam möglichst realitätsnah vorbereitet. Das Programm war anspruchsvoll.

 

Zum 24-Stunden-Dienst war Freitagnachmittag 16 Uhr Dienstbeginn für die Jugendfeuerwehren. Rund 20 Jugendfeuerwehrmitglieder waren angetreten und brannten darauf, einen 24-Stunden-Dienst wie bei einer echten Berufsfeuerwehr zu absolvieren. So sollen die Motivation für den Eintritt in die aktive Wehr sowie das Interesse am Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr gesteigert werden. Mit Erfolg.

 

Nach dem Eintreffen wurde das Nachtlager aufgebaut, alle Kinder und Betreuer begrüßt und über den Dienstablauf und die Diensteinteilung belehrt. Mit einer Ausbildungseinheit durch die Polizei begann der Ausbildungsdienst. Das Abendessen schloss sich an.

 

Alle warteten auf den Alarm, das Zeichen, dass es losgeht. "Bestimmt kommt ein Einsatz beim Essen", vermuteten einige. Die angehenden Feuerwehrleute brannten geradezu darauf, endlich in den Einsatz zu gehen. Auf die Nachfrage, wann es denn los gehe, folgte nur ein Schulterzucken der Betreuer. Schließlich wissen aktive Feuerwehrleute auch nicht im Voraus, wann sie zum Einsatz müssen und was sie bei einem Einsatz werden bewältigen müssen.

 

Dann ging es los: Es schrillte die Alarm-App durch das Gerätehaus und unter dem Alarmstichwort „H – Hilfeleistung - vermisste Person im Wald“ startete man in den ersten Einsatz. Eine aufgeregte Ehefrau meldete ihren Mann als vermisst. Er hatte sich beim Pilze suchen mit seinem Freund verlaufen. Mit Unterstützung der Betreuer machten sich die Kinder und Jugendlichen auf die Suche und konnten die Vermissten wohlbehalten auffinden. Aber es war schon eine Herausforderung für die Kinder und Jugendlichen durch den dunklen Wald zu gehen, auch wenn die Kameraden dabei sind. Unterstützt wurden sie bei diesem Einsatz durch die Ortsfeuerwehr Quitzow, die ihren Lichtmast zum Einsatz brachten.

 

Nach einer Stunde waren die Fahrzeuge wieder einsatzbereit auf der Wache und die Kinder und Jugendlichen konnten sich zur Ruhe begeben. Gunnar Rasch, Jugendwart der Jugendfeuerwehr Spiegelhagen, zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf: „Alle haben gut mitgemacht und mitgearbeitet. Alle hatten bisher ihren Spaß und sind heiß auf weitere Einsätze. Wenn es nach ihnen geht, könnten wir die ganze Nacht so weitermachen.“

Der anstrengende und ereignisreiche Nachmittag und Abend ließen alle Kinder und Jugendlichen gut schlafen, auch wenn keiner wusste, ob nicht doch noch ein Einsatz auflaufen würde. Doch bis zum Morgen blieb es glücklicherweise ruhig.

 

Am nächsten Morgen ließ der erste Einsatz des Tages nicht lange auf sich warten. Kurz nach dem Frühstück wurden die Kinder und Jugendlichen zu einem weiteren Einsatz alarmiert. Dieses Mal hieß das Alarmstichwort „Tier in Not – Katze im Baum“. Mit Hilfe der dreiteiligen Schiebleiter wurde das Tier gerettet. Es handelte sich hierbei um ein Kuscheltier, dass jetzt das Maskottchen der Spiegelhagener Jugendfeuerwehr ist.

 

Nachdem die Katze erfolgreich aus dem Baum gerettet werden konnte, erklang der Alarmgong ein weiteres Mal. Eine „Ölspur“ musste beseitigt werden. Ölbindemittel in Form von Sägespänen wurde aufgebracht und die Kinder reinigten die Straße ordentlich mit Besen und Schaufel.

Nur kurz konnte dann in der Mittagspause Luft geholt werden bis es zum nächsten Einsatz ging. Dabei handelte es sich allerdings nur um eine Fehlauslösung einer Brandmeldeanlage. Der Einsatz konnte schnell beendet werden.

 

Aber zur Erholung blieb keine Zeit, denn wieder erfolgte eine Alarmierung. Dieses Mal hieß das Alarmstichwort „B-Gebäude – Brand einer Gartenlaube“. Auf der Rasenfläche am Gerätehaus stand eine selbstgebaute Hütte in Vollbrand. Aus dem Löschteich wurde mit Hilfe einer Tragkraftspritze Löschwasser entnommen. Schnell wurde durch die Kinder und Jugendlichen alles für die Brandbekämpfung aufgebaut und der simulierte Brand erfolgreich bekämpft.

 

Im Anschluss hieß es noch einmal antreten am Gerätehaus, wo der 24-Stunden-Dienst dann endete. Die Kinder hatten viel Spaß und haben ihr Feuerwehrwissen erweitert. Ein großes Dankeschön geht an alle Kameraden und Helfer, die zum guten Gelingen des Berufsfeuerwehrtages beigetragen haben.

 

Das Resümee des Spiegelhagener Jugendwartes: „Vielfältige Einsätze verlangten den Jungen und Mädchen so einiges ab – aber auch der Spaß kam nicht zu kurz. Es waren tolle 24 Stunden. Das Ziel, die Jugendlichen für den aktiven Feuerwehrdienst zu motivieren, wurde erreicht.“

 

Bild zur Meldung: 24-Stunden-Dienst in der Jugendfeuerwehr

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