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10 Jahre Blutspende in Nebelin

07. 11. 2020

Schon seit Tagen weist ein großes Schild vor dem Gemeindehaus in Nebelin darauf hin: 10 Jahre Blutspende in Nebelin. Am Samstag öffneten sich die Türen des Gemeindehauses wieder für zahlreiche Menschen, die mit ihrer Blutspende Engpässe in der Versorgung von Patienten mit Blutkonserven vermeiden wollen.

 

Unter ihnen auch Maik Schwinger aus Neu-Premslin. Seine 66 Blutspende absolvierte der 34jährige gerade. Zum vierten Mal ist er in Nebelin dabei.

„Es ist super, dass es am Samstag ist und es ist auch nicht soweit von mir entfernt, so dass man hier schnell mal vorbei kommen kann.“ sagt er.

 

Der Samstagstermin war vor 10 Jahren auch der ausschlaggebende Punkt, um die Blutspendeaktion in Nebelin ins Leben zu rufen.

Zahlreiche Nebeliner fuhren nach Perleberg oder Karstädt zum Blut spenden, aber immer in der Woche, nach der Arbeit. Manchmal ein logistisches Problem. Auch für Katrin Mewes. Sie erzählt, dass mit der Gründung der eigenen Familie es zunehmend schwieriger wurde, das unter einen Hut zu bekommen. Eine Anfrage beim DRK Blutspendedienst, ob auch eine Blutspende in Nebelin am Samstag möglich sei, wurde positiv beschieden. Es müssten aber mindestens 25 Spender kommen, war die Bedingung. Diese Marke sollte schnell geknackt sein. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Nebelin übernahm die Schirmherrschaft. 

 

Inzwischen war es am vergangenen Samstag die 38. Blutspende in dem Karstädter Ortsteil.

45 Spender konnten die Mitarbeiter des DRK Blutspendedienstes zur Ader lassen. „Eine tolle Zahl an Spendern für unsere Jubiläumsspende.“ freuen sich Katrin Mewes und Liane Lüthke. Beide kümmern sich heute ehrenamtlich um die Versorgung der Blutspender. In Coronazeiten nicht so einfach, denn der gemeinsame Imbiss im Anschluss der Blutspende muss aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln entfallen. Aber für einen kurzen Schwatz bei der Übergabe der Verpflegungstüten, die jeder Blutspender nach seiner Spende erhält, ist trotzdem Zeit. Die Tüten wurden vom Team des Nebeliner Blutspendecatering liebevoll gepackt. Für jeden Spender gab es anlässlich des Jubiläums noch eine kleine Flasche Sekt mit einem Dankeschön und einem kleinen Anschreiben dazu.

 

Neben diesem Dankeschön an die zahlreichen Blutspender der letzten zehn Jahre möchten Katrin Mewes und Liane Lüthke aber auch das Dankeschön an die zahlreichen Helfer in ihrem Team des Blutspendecaterings nicht vergessen. Erinnern wollen sie dabei an Ute Petrascheck. Selbst seit Jahren schwer erkrankt, stand sie von Anfang an für die ehrenamtliche Hilfe bei der Blutspende bereit, freute sich auf das 10jährige Jubiläum, dass sie aber leider nicht mehr erleben konnte, da sie im Sommer des Jahres verstarb.

 

Aber nicht nur das Team des Blutspendecaterings wollte sich bedanken. Auch Ortsvorsteher Matthias Behrendt nutzte die 38. Blutspende, um seinen Dank auszusprechen. Nachdem er selbst seine 20. Blutspende an diesem Vormittag absolviert hatte, überreichte er den beiden Frauen einen Blumenstrauß. „Ich finde es toll, was hier seit 10 Jahren von euch geleistet wird und bin wirklich stolz auf euch.“ führt er aus.

 

Genauso sieht es Gemeindewehrführer Maik Hortig. 31 von 38 Spenden im Nebeliner Gemeindehaus hat er selbst mitgemacht. „Für die anderen sieben hatte ich eine gute Entschuldigung.“ sagt er mit einem Lächeln. Auch er hat für das Team des Blutspendecaterings eine große Flasche Sekt mitgebracht. „Ich bin der direkte Nachbar des Gemeindehauses und freue mich jedes Mal, wenn ich sehe, wie gut die Blutspende in Nebelin angenommen wird. Vor allem nicht nur von Nebelinern, sondern auch von vielen aus den umliegenden Orten.“

Weit lehnt er sich dann aus dem Fenster mit einem Versprechen: „Wenn wir die Einschränkungen der Coronapandemie hinter uns haben, machen wir zu einer der nächsten Blutspenden ein kleines Grillfest für die Spender und ich grille für euch.“ Katrin Mewes und Liane Lüthke werden ihn daran erinnern, versprechen sie ihm lachend.

 

1579 Blutspender kamen in den letzten zehn Jahren zur Blutspende nach Nebelin. Keine Selbstverständlichkeit, denn nur rund drei bis vier Prozent der Bevölkerung Deutschlands spenden Blut. Zu wenig, um Engpässe in der Versorgung zu vermeiden. Denn trotz modernster Medizin hängen große Bereiche der modernen Medizin davon ab, dass Blut und Blutbestandteile in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Deshalb ist sich das Team des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Nebelin auch so sicher: „Wir machen auf jeden Fall weiter. Und würden uns freuen noch weitere neue Blutspender bei uns begrüßen zu können. Die Termine für das nächste Jahr stehen bereits fest.“ Am 27. Februar 2021 wird wieder zur Ader gelassen im Gemeindehaus.  

 

Dann dabei ist bestimmt dann wieder Achim Törper aus Mankmuß. Er ist ein Stammspender in Nebelin und versucht jeden Termin wahrzunehmen. Auch er überraschte die Frauen mit einer Flasche Sekt. „Für die tolle Ausrichtung der Blutspende und die super Betreuung in den ganzen Jahren hier bei euch.“ sagt er.

 

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens sind viele Patienten dringend auf Bluttransfusionen angewiesen. Deshalb sind Blutspendetermine in den Coronaschutz-Verordnungen ausdrücklich von den Versammlungs- und Veranstaltungsverboten ausgenommen. Voraussetzung ist nur, dass man online einen Termin für die Blutspende reserviert, damit es nicht zu Überschneidungen und Bildung von Warteschlangen während der Blutspende kommt. „Das ist aber ganz einfach und dauert nur zwei Minuten.“ sagt Katrin Mewes. „Gesunde Erwachsene zwischen 18 und 72 Jahren können spenden. Also schauen Sie gerne bei uns vorbei.“

 

Beate Mundt

 

Foto: Gemeindewehrführer Maik Hortig gratuliert zum Jubiläum

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10 Jahre Blutspende in Nebelin (08. 11. 2020)

 
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